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Mehr als 4.000 Quadratmeter zum Ausprobieren, Erfahren und Lernen

06.06.2019

Bürgermeister Mirko Heuer übergibt Vertretern der IGS SÜD den neuen Schulgarten

Die Initiatoren freuen sich über den Abschluss eines gelungenen Projektes - den neuen Schulgarten für die IGS SÜD.

Jetzt ist es offiziell: Die IGS SÜD hat einen Schulgarten. Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer übergab Vertretern der IGS SÜD am Mittwoch, 5. Juni, eine 4.200 Quadratmeter große Fläche im Nordosten des Brinker Parks. Der Standort zeichnet sich dadurch aus, dass er an das Schulgelände grenzt. Dort gibt es neben Bäumen zudem zwei kleine Teiche.

„Wir planen hier ein schulübergreifendes Projekt“, berichtete Christian Ratsch, der zusammen mit der Forscherklasse den Schulgarten auf den Weg brachte. „Im Kollegium hat sich bereits ein vierköpfiges Planungsteam gefunden. Es wird nun mit den interessierten Fachbereichen abstimmen, wie wir die Fläche gestalten könnten.“ Ideen gebe es bereits: Der Fachbereich (FB) Gesellschaftslehre interessiert sich für die Geschichte des Geländes und für typische Großlandschaften Niedersachsens. Der FB Hauswirtschaft plant, Kräuter, Gemüse und Obst für die Schulküche anzubauen. Der FB Naturwissenschaft könnte sich unter anderem ein Modell eines Wald-Stockwerkaufbaus am Rande der Fläche vorstellen und ganz klar Gewässer- und Wachstumsexperimente. „Sowie noch vieles mehr“, lachte Ratsch.

Melisa Altunbahar, Mascha Brandt, Mikro Heuer, Roawa Ibish, Christian Ratsch, Alija Gashi und Luca Just (v. l.) geben gemeinsam den neuen Schulgarten der IGS SÜD frei.

„Als mich Herr Ratsch auf die Idee eines Schulgartens ansprach, war ich sofort begeistert“, sagte Heuer. Er setzte sich für die Umsetzung des Projekts ein und übernahm die Schirmherrschaft. „In einem Schulgarten können Dinge ausprobiert, Zusammenhänge erfahren und dabei spielerisch mitunter trockener Unterrichtsstoff gelernt werden.“ Dies sei eine tolle Bestätigung für Jugendliche im Allgemeinen sowie die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse 5.3 (nun 6.3) im Besondern. „Wir brauchen Menschen, die sich für den Klimaschutz engagieren“, betonte der Bürgermeister und verwies auf die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung. Ihr hatte sich Langenhagen im Dezember 2018 angeschlossen. „Wir tragen weiterhin verstärkt an der Umsetzung des ‚Weltzukunftsvertrags‘ der Vereinten Nationen bei und entwickeln gemeinsam mit verschiedensten Akteuren weitere Maßnahmen. Schön, wenn dabei so gelungene Projekte wie dieser Schulgarten entstehen.“

Alija Gashi, Luca Just, Mirko Heuer, Roawa Ibish und Melisa Altunbahar (v. l.) zeigen das von den Jugendlichen für den Schulgarten angefertigte Schild.

Gut 25.000 Euro investierte die Stadt, um einen Teil des insgesamt 140.000 Quadratmeter großen Brinker Parks als Schulgarten vorzubereiten. Zunächst prüften Schul- und Verwaltungsvertreter gründlich, welcher Bereich sich dafür eignet. Dieser wurde auf der westlichen und südlichen Seite vom restlichen Park abgegrenzt. Durchlass durch den 1,80 Meter hohen, etwa 160 Meter langen Zaun gewähren zwei drei Meter breite Tore. „Die Zusammenarbeit war sehr gut“, sagte Ratsch. „Ohne die verwaltungstechnische Umsetzung mit Biotop-Sachverstand wäre der Schulgarten eventuell nur eine Idee geblieben.“

Das neue Angebot bedeutet für die IGS SÜD eine Schärfung ihres Lehrprofils. „Zwei von unseren vier Profilen finden bei der Arbeit im Schulgarten unmittelbare Anwendung“, sagt Mascha Brandt, Leiterin der IGS SÜD. „Kreativität erfordert es sowohl bei der Anlage als auch der Pflege eines Gartens. Kommunikation und Sprache sind extrem wichtig, wenn viele Menschen an einem Projekt arbeiten.“

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